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Stadtvater
Rubrik: Rezensionen

Von: Sagenlicht

Datum: 09.03.02 19:05


Wer träumt nicht davon, einmal Kaiser über ein blühendes Reich zu sein? Bei Stadtvater kannst Du Dir diesen Wunsch erfüllen, vorrausgesetzt, Du verstehst es, Dich geschickt in Wirtschaft, Politik und möglicherweise auch Schlachten zu behaupten.
Beim Eintritt in das rundenbasierte Online-Game aus dem Strategiegenre läuft man sofort Gefahr, der Sucht zu verfallen. Genauer gesagt ist dies eine Mischung aus Strategie- und Rollenspiel.
Der Suchtfaktor, oft zitiertes & häufig mißbrauchtes Werbemittel, kommt bei Stadvater nicht von ungefähr: Die Regeln sind sinnvoll und überschaubar (was ja schonmal nicht alltäglich ist). Die Oberfläche auf Technik und Spieler gleichermaßen angepaßt und leicht zu bedienen. Und - besonders von Bedeutung - der Community-Gedanke wird (auch seitens des Spielleiters) groß geschrieben und durch das Gamplay unterstützt.

Doch genug Geschwafel! Tacheles!

Genre: Mittelalterliche Wirtschafts- und Kriegssimulation

Technik: Rundenbasiertes Onlinegame (keinerlei Downloads erforderlich), ein Turn/Tag, nutzt JavaScript und Perl, Grafiken können auch vom lokalen Rechner eingebunden werden

Kosten: Das erste Level kostenlos (zum testen) 5,- EUR für 5 Monate

Regeln: Hier sollen nur die Grundzüge des Regelwerks erläutert werden. Dieses ist jedoch ein schlanker Kompromiß aus Nötigem und maximaler Freiheit und sollte keinen Neuling vor größere Probleme stellen.
Du benötigst mind. eine Stadt, um teilzunehmen. Maximal sind zwei Städte erlaubt. Als Herrscher Deiner Stadt kannst Du

 

  • verschiedene Rohstoffe und Gold gewinnen
  • Gebäude und Einheiten errichten
  • Rohstoffe verkaufen
  • Handel mit anderen Stadtvätern treiben
  • und nat. angreifen sowie Dich verteidigen
  • herumspionieren
  • Nachrichten an andere Stadtväter senden

es gibt keine Altersbeschränkung.

Für die Kommunikation in den integrierten Foren gelten die Regeln des Anstandes und die Trennung der Figur vom Spieler.

Gameplay: Nach der Gründung Deiner Stadt beginnst Du mit deren Aufbau. Dabei stehen Dir verschiedene Gebäudetypen zur Verfügung, welche natürlich unterschiedlichen Zwecken dienen. Zu Rohstoff- und Golderzeugern gesellen sich im späteren Spielverlauf mit jedem Levelaufstieg neue Gebäude und Einheiten, deren Wirkung verschiedene Strategien ermöglichen. Vom zurückhaltenden freundlichen Händler bis zur blutrünstigen Kriegsbestie stehen Dir alle Möglichkeiten offen. *g*
Bereits technisch implementiert ist auch die Möglichkeit, sich in Bündnissen zu organisieren, was den Spielspaß durch engeren Kontakt mit den anderen Mitspielern weiter steigert.
Die Foren seien besonders erwähnt, da sie einen bedeutenden und unentbehrlichen Bestandteil von Stadtvater ausmachen. Still und leis hier und da mal ein Gebäude zu Planzen bringt wenig Vergnügen. Doch Stadtvater lebt von seinen Spielern - in einer sehr direkten Weise. Die eigentliche Action (Kriegserklärungen, Handelsabkommen etc.) findet in den Forem (oder im eigenen IRC Channel) statt.
Um dies umzusetzen loggst Du Dich in Deine Stadt ein und führst verschiedene Aktionen aus. Über deren Status wirst du ebenfalls in der Stadtansicht übersichtlich informiert.
Ein Statistikbereich informiert Dich zudem über die Vorgänge im Lande. Wie sich die Preise entwickeln, wie teuer heut ein Angriff werden kann oder wer gerade mit wem im Klinch liegt - all das erfährst Du hier.
Ziel des Ganzen ist es, sich vom Begründer einer kleinen Siedlung zum Kaiser des gesamten Stadtvaterreiches aufzuschwingen und dabei alle Hürden zu überwinden, die Dir die anderen Spieler in den Weg schieben.

Fazit: Stadtvater ist für all jene geeignet, die einem Online-Game nicht gleich mehrere Stunden Zeitaufwand pro Tag "opfern" wollen aber Spaß daran finden, in einer großen Gemeinschaft interaktiv ihren Mann (oder ihre Frau) zu stehen.







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