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Zatre
Rubrik: Rezensionen

Von: Hubert Fischbacher

Datum: 20.03.03 14:36


Weniger ist manchmal mehr - das Spiel Zatre ist eine Beweis für diese Erkenntnis. Da ich das Spiel gerne spiele möchte ich es hier vorstellen. Wer gerne Spiele spielt, bei denen man gut überlegen muss, wo aber auch das Glück eine Rolle spielt, der sollte meinen Bericht über Zatre lesen.

 

Das Spielmaterial besteht zunächst aus einem Spielplan, einem Schachbrett mit vielen kleinen Feldern ähnelt. Manche der Felder sind grau gefärbt, die anderen sind schwarz. Dazu kommen 121 Spielsteine - im Prinzip sind es halbe Dominosteine aus weißem Plastik mit 1, 2, 3 , 4, 5 oder 6 schwarzen Punkten darauf. Für die Steine gibt es ein Säckchen, und schließlich noch zwei Zatre-Spielblöcke.

 

Die Spielregeln sind wirklich ganz einfach, das schwierigste dabei ist vermutlich zu verstehen, wie viele Punkte man für jeden Zug erhält und wie diese im Spielblock eingetragen werden müssen - aber auch das hat man schnell kapiert.

 

Am Anfang zieht jeder Spieler einen Stein, der Spieler mit dem höchsten Wert zieht zusätzlich zwei weitere Spielsteine und beginnt das Spiel. Er legt einen Stein auf das Feld in der Mitte des Spielplanes, alle weiteren Spielsteine

Abwechselnd zieht jeder Spieler zwei Zatre Spielsteine aus einem Säckchen und legt diese beiden Steine so auf den Spielplan, dass er möglichst viele Punkte erhält.

 

Für jede Kombination aus zwei oder mehr in einer Reihe liegenden Steinen, die 10, 11 oder 12 Punkte zusammen ergeben, gibt es 1, 2 oder 4 Punkte. Schafft man mit einem Zug mehrere Kombinationen mit dem selben Wert, so kann man die entsprechenden Punkte addieren. Zum Beispiel erhält man für 2 12er 8 Punkte oder für drei Elfer 6 Punkte.

 

Mehr als 12 Punkte dürfen nie in einer Reihe zusammen liegen, deshalb gibt es immer wieder Felder, die nicht mehr belegt werden können. Die grauen Felder haben eine besondere Bedeutung: dort dürfen nur Steine abgelegt werden, die mindesten ein 10er Kombination ergeben. Dafür erhält man als Belohnung aber ein Kreuz in der ersten Spalte des Spielblocks. Dieses Kreuz in der ersten Spalte verdoppelt den Wert der entsprechenden Zeile im Spielblock.

 

Für jede vollständige Zeile im Spielblock - diese wird auch als Zatre bezeichnet - gibt es einen Bonus, der bereits in der fünften Spalte des Spielblocks eingetragen ist, am Anfang sind das 3 Punkte, weiter unten dann 4, 5 oder gar 6 Punkte.

 

Hat man also in der ersten Zeile ein Kreuz und die Werte 1, 2 und 4 stehen (für einen 10er, 11er und einen 12er), dazu den bereits eingetragenen Bonus von 3 Punkten, so erhält man am Ende dafür (1+2+4+3)*2 also insgesamt 20 Punkte - alles klar?

 

Wenn ihr mehr Details über dieses Spiel erfahren wollt, dann empfehle ich euch die Homepage. Dort kann man sich auch die Regeln für Zatre als PDF Datei herunterladen, und es gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Spiel.

 

Dort habe ich auch erfahren, dass es inzwischen auch Zatre als Computerspiel in verschiedenen Varianten verfügbar ist, wenn man will, kann man das Spiel sogar über das Internet gegen einen anderen Spieler spielen.

Auf der Zatre Homepage http://www.zatre.com heißt es über das Spiel und seinen Erfinder:

ZATRE ist ein Spiel, das Glück und Können auf geniale Weise vereinigt. Dem Berliner Autor Manfred Schüling ist 1989 dieser Geniestreich gelungen.

Ich kann nur bestätigen, dass dieses Spiel wirklich ein Geniestreich ist. Es macht viel Spaß, Zatre zu spielen. Die Spielidee ist einfach, dennoch muss man bei jedem Zug genau überlegen, wohin man seine beiden Spielsteine legt um das optimale Ergebnis zu erhalten. Die Länge einer Partei ist gerade richtig. Das Spielmaterial ist angenehm und schön, die Auswertung mit den Spieleblocks einfach und gut organisiert.

Ich habe das Spiel bisher immer nur zu zweit mit meiner Frau gespielt, aber es kann auch von bis zu 6 Spielern gespielt werden.

Jedes Spiel ist von neuem spannend, es gibt ein gewisses Maß an Glück, aber auch das geschickte und vorausschauende Ablegen der Spielsteine ist wichtig. Ein Spiel dauert etwa 30 - 40 Minuten, je nachdem wie lange man sich mit den Nachdenken Zeit lässt.

Zatre gehört mit zu meinen Lieblingsspielen, und deshalb kann ich es euch nur empfehlen.

 







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