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 Betreff des Beitrags: Die Rückkehr
BeitragVerfasst: 24.03.2015 19:10 
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Wir schreiben die erste Woche des Monats Herdfeuer im Jahre 2 des zweiten
Zeitalters. Es ist Winter


Eine kleine, in eine dunkle Kutte gehüllte Gestalt thront auf ihrem gezähmten Wildschwein inmitten einer weiten Ebene. Während sie sich im Schein des vollen Mondes suhlt, beobachtet sie einige junge Rehe, die sich necken und auf einem kleinen Hügel am Rande einer Baumgruppe fangen zu
spielen scheinen. Die Jungtiere scheinen keinerlei Notiz von der Gestalt zu nehmen, bis das misstrauisch schnuppernde Muttertier sie in den Schutz des Unterholzes treibt. Die Gestalt wiegt den Kopf von einer zur anderen Seite, beginnt breit zu grinst und streift, in einer beiläufig scheinenden Bewegung, einen, im Mondesschein bläulich glänzenden, Ring vom Finger. Reiter und Wildschwein
werden kurz von einem blassen gräulichen schimmern umgeben, dann verlischt er und sofort rennen neun, in dunkle Kutten gehüllte Gestalten auf sie zu. "Da seid ihr ja. Ihr solltet bei so wichtigen Anlässen euren Ring in der Tasche lassen, Meister!" Sie kamen im Kreis um den Reiter zum Stehen.
"Habt ihr Neuigkeiten?" sprach dieser in einer krächzenden Stimme zu seinen Dienern.
"Der Wassermensch, er ist gekommen." "So führt ihn zur vereinbarten Stelle! Xolgrim ist bereits dort."

*****

Auf einer Lichtung inmitten eines dichten Waldes brennt ein leise knisterndes Feuer. Um das Feuer herum sitzen drei bedächtig schweigende Personen:

Xolgrim, der stämmige Zwerg, gehüllt in sein altes, mit großer Sorgfalt gepflegtes Kettenhemd, legt eine lange schwarze Eisenstange in die Glut des Feuers. Sein weißer Berghund sitzt brav an seiner Seite. Eine mächtige Kriegsaxt ruht neben ihm im Gras.

Grr'uzzl, wie immer in eine dunkle Kutte gehüllt, hat seinen Ring in der Tasche verborgen. Sein Wildschein suhlt sich in einigen Schritt Entfernung in einer kleinen Senke im Matsch.

Phygon, der Meermensch, der von Insekten aufgezogen wurde, streicht über den weißen Kopf des Seeadlers, der seine Krallen in das gehärtete Leder seiner Armschienen bohrt. Sein Blick ruht auf dem Feuer, während er sich bedächtig auf das bevorstehende Ereignis einzustimmen versucht.

"Xolgrim..."
die Gestalt in der dunklen Kutte deutet auf das Stück Eisen, welches im Feuer zu glühen beginnt.

Der Zwerg nickt, nimmt die Eisenstange aus dem Feuer und drückt sich das glühende Ende ohne zu zögern an die Stirn. Ein zischendes und brutzelndes Geräusch lässt die übrigen erzittern, während der Zwerg keine Miene verzieht.

"Grr'uzzl..." der Zwerg reicht das Brandeisen weiter an Grr'uzzl, wobei sich ein eingebranntes K auf der Stirn des Zwergen entblößt: ein K, welches jedoch in keinster Weise einem Brandmal ähnelt, da es im Schein des vollen Mondes, welcher nun direkt über ihnen zu stehen scheint, bläulich schimmert,
ohne die üblichen Spuren einer Verbrennungen zu zeigen. Die kleine Gestalt schnappt sich das Eisen und rammt es sich auf die Stirn. Ein animalisches Gekreische hallt durch die Nacht. Man kann nur erahnen, wie sich sein Gesicht verzerrt, da die weite Kapuze der Kutte das Gesicht
in dunklen Schatten verbirgt.

"Phygon..."
mit einer schmerzverzerrten Stimme gibt Grr'uzzl das Eisen an den Meermenschen weiter. Der vorher so Stolz anmutende Meermensch nimmt, sichtlich eingeschüchtert durch die Schreie seines Freundes, das Eisen entgegen und drückt es sich rasch auf die Stirn. Wieder dieses entsetzlich
zischende und brutzelnde Geräusch, gefolgt vom Geruch verbrannten Fleisches. Phygon öffnet stumm den Mund und sein gefiederter Gefährte stößt einen schrillen Schrei aus, danach folgt Stille.

Phygon senkt das Brandeisen und wirft es in das bald niedergebrannte Feuer. Funken steigen in den sternenreichen Himmel. Vom Vollmonde angeschienen sitzen die drei Gestalten noch einige Zeit um das leise knisternde Feuer, bis Grr'uzzl das Schweigen bricht:

"Wir wurden durch die Kräfte der Finsternis vertrieben, unsere Völker vernichtet. Doch wir haben uns wiedergefunden, gefunden für einen neuen Anfang. Das Konzil soll Sicherheit bringen seinen Anhängern, Tot und Vernichtung seinen Feinden. Wir werden nicht wieder lautlos von Eressea
verschwinden, wir werden kämpfen, wir werden überleben, wir werden leben, denn WIR sind das KONZIL"


Grr'uzzls Stimme verhallt und absolute Stille legt sich über das Land. Das Feuer erlischt, der Mond verschwindet hinter den Wolken, Xolgrims weißer Hund tritt den Rückweg an, und auch der Seeadler verschwindet mit einem gellenden Schrei in der Nacht. Die drei Gefährten sitzen wieder schweigend im Kreis, während die Brandmale auf Ihrer Stirn bläulich zu leuchten beginnen...

...auf dass der Bund zwischen seinen Trägern auf ewig halte.

...Fast 26 Jahre später

Wir schreiben die erste Woche des Monats Sturmmond im Jahre 28 des zweiten
Zeitalters. Es ist Herbst.

Wenige Wochen Reisezeit entfernt vom Ort der obigen Geschichte in der Ebene Run unweit des Feuerwandlabyrithes welches die 6. mit der 8. Welt verbindet.

Eine stämmige Zwergengestalt ruht neben einem Großen Feuer. Haar und der Bart des Zwergen sind zu vielen Zöpfen verflochten, welche wiederum teilweise miteinander verflochten sind. Einige graue strähnen durchziehen das ansonsten dunkle Haar. Eine lange Eisenstange welche im vorderen Teil bereits dunkelrot glüht ruht in der Feuer. Xolgrim stochert scheinbar Gedankenverloren mit der Stange in der Glut des Feuers, ein K beginnt schwach in einem bläulichen Schimmer auf seiner Stirn zu Leuchten.

Mit gezielten, jedoch lautlosen schritten nähert sich eine Gestalt. Als sie den Feuerschein betritt und sich neben Xolgrim nieder lässt beginnt auch auf Ihrer Stirn ein K bläulich zu schimmern. Der kräftig gebaute junge Meermensch strahlt eine innere Ruhe aus, seine Haltung lässt selbst im sitzen keinen Zweifel an seiner Autorität aufkommen.

Ein schriller Schrei zerschneidet die Stille der Nacht, gefolgt vom Flügelschlag eines Seeadlers, welcher sich auf der Schulter des Meermenschen nieder lässt. "Das Eisen wird dieses Mal kaum nötig sein Onkel, du weißt doch, dass ich dies" der Meermensch deutet auf seine Stirn "seit meiner Geburt habe."

Xolgrim grinst breit "Für die Erneuerung des Bundes fehlt noch ein dritter" "Grr'uzzl..." die sichere Stimme des Meermenschen bricht und für einen kurzen Augenblick kurzen Augenblick flackert der Ausdruck von Angst über sein Gesicht.

"Merry, du hast viel von deinem Vater geerbt. Du siehst ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich, bist vermutlich in der Führung deines Volkes noch geschickter als er, aber was die Mysterien der Welt angeht, die durchblickst Du bei weitem noch nicht so gut wie er. Gruzzel..."

ein leises *plop* und neben dem Feuer erscheint eine weitere kleine Gestalt mit Haarigen Füßen

"...wird nicht kommen, der dritte Platz ist für mich." beendet der Neuankömmling den Satz von Xolgrim. "Ayreon hatte schon immer ein Auge auf das Konzil gerichtet, einige mögen seine Weitsicht bezweifelt haben und seine Pläne für durchkreuzt angesehen haben als selbst Igjarjuk sein Heer nicht mehr retten konnte. Doch der Blinde-Seher denkt in anderen Größenordnungen als die Sterblichen, sowohl was Zeit als auch was den Raum betrifft. Tirawon wurde vom Zahn der Zeit vernichtet, doch ich sitze hier, wer hat nun gewonnen?"

Xolgrim beginnt breit zu grinsen, so breit, dass das Grinsen auf seine grauen Augen überzuspringen
scheint. Er erhebt sich und greift dabei zu der Eisenstange, zielt mit der, mittlerweile weißglühende Spitze auf Iridianas Stirn und kommt auf den Halbling zu.

Die Augen des Halblings scheinen aus seinem Kopf springen zu wollen, als er aufspringt und die Hände hoch reißt, rückwärts taumelt und beginnt beschwichtigend auf den Zwergen einzureden "Hey, nein wooooh, das wird nicht notwendig sein, wirklich nicht weißt Du, weil..." er stolpert rücklings über eine kleine goldene Öllampe und schlägt hart auf den Boden auf. Ein Windstoß entweicht der Lampe und lässt ein unheimliches Geräusch entstehen welches schwach an ein gehässiges Lachen erinnert.

Das glühende Eisen trifft auf die Stirn des Halblings. Kein brutzelt, kein verbrannter Geruch. In der
rechte Handfläche des Halblings jedoch beginnt in strahlendem Weiß ein Pentagramm zu leuchten.
Kurz nach dem aufleuchten ändert sich der Farbton von weiß zu weiß-blau. Die Brandmale auf der Stirn von Xolgrim und Merry wechseln ebenfalls ihre Farbe von einem bläulichen Schimmer zu einem
strahlenden weiß-blau.

"RUHM und EHRE dem KONZIL" hallt es aus der schwärze der Nacht
"SIEG und MACHT seinen STREITERT" antwortet eine dumpfe Stimme aus der Lampe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Rückkehr
BeitragVerfasst: 27.03.2015 10:36 
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Rückkehr
BeitragVerfasst: 23.04.2016 09:28 
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Zeitalterprägende Ereignisse


DAS ERWACHEN

"Blinder Seher" All jenen Lesen die bei diesen Worten an Grog, Gummihühner, Malzbier und dreiköpfige Affen denken sei zu ihrem hervorragenden Geschmack gratuliert. Hilfreich ist das dadurch erworbene Hintergrundwissen für diesen Artikel jedoch nicht.

Denkt der geneigte Lesen bei "Blinder Seher" hingegen an fünfzackige Sterne, Flaschengeister, Armbrust Tricks und Arschipele, wird er den folgenden Text vermutlich besser verstehen können.

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Tamanium, 6. Welt, Port Urbik, Trireme CSP Polarzelle in der zweiten Woche des Monats Blütenregen im Jahre 29 des zweiten Zeitalters.

Ein Alter Halbling schleppt sich schwerfällig die steilen Treppenstufen zum Deck des Schiffes hinauf. Eine kühle, jedoch nicht unangenehme, Brise weht dem alten entgegen. Die Augen zusammen gekniffen und das Gesicht schmerz verzerrt müht er sich Stufe um Stufe ab. Das weit fortgeschrittene alter macht ihm sichtlich zu schaffen.

Endlich oben angekommen streckt er sich und richtet sich auf, so weit sein gekrümmter Rücken dies zulässt, öffnet die trüben Augen und tastet sich an der Reling entlang zu den Planken.

Immer noch langsam, jedoch mit einer zunehmenden Sicherheit überquert er die schmalen Bretter. Vor dem letzten Schritt der ihm vom festen Boden trennt legt er eine kurze Pause ein. Keine Erholungspause wie es scheint, die Gesichtszüge des Halblings deuten eher Vorfreude und Entzückung an.

Den Gehstock fallen lassend legt er wenige Augenblicke später den letzten Schritt zurück. Ein schwaches, fast nicht wahrnehmbares Beben breitet sich von der Stelle aus, auf welcher der alte seinen Fuß gesetzt hat. Doch seltsamerweise scheint keiner der Seeleute oder Händler auf dem Schiff oder im Hafen etwas davon zu bemerken. Lediglich ein Zwerg und ein Meermensch die am Kai auf jemanden zu warten scheinen richten ihren Blick ruckartig auf den alten, nun gar nicht mehr gebückt stehenden, Halbling und eilen auf ihn zu.

"Meister Ay..." beginnt der hagere Meermenschenjunge das Wort an ihn zu richten. Eine ruckartige Geste der kleinen Gestalt, die plötzlich um Jahrzehnte jünger wirkt, scheint ihm regelrecht die Luft aus den Lungen zu quetschen und ihn am Weitersprechen zu hindern. "Keine Namen, noch nicht" Gibt der Halbling leise, beinahe flüstern von sich.

"Meister wir haben Euch erwartet" richtet der Zwerg nun etwas schüchtern das nun etwas zurückhaltend das Wort an ihn. "Ich weiß" antwortet dieser. "Wir haben auch schon Botschaft nach Ritus gesendet und um Material und Truppen vom Konzil gebeten wie Ihr es verlangt habt." der Zwerg beginnt seine Hände zu kneten während er spricht. "Ich weiß" antwortet der Halbling erneut.

"Doch wie sollen die Konzilianischen Versorgungsgüter nach Tamanium gelangen? Es wäre Wahnsinn einen Eroberungskrieg mit so langen Versorgungswegen zu führen um die Insel erneut unter Eure Kontrolle zu bringen" dem Zwergen ist es sichtlich unwohl zumute dabei dem alten Mann Fragen zu stellen. Dieser schaut ihm plötzlich direkt in die Augen als ob er den Zwergen trotz seiner Blindheit sehen könnte.

"Eroberungskrieg? Das wird nicht nötig sein, ein Meister hat sein Land betreten und die Insel Weiß wem sie Gehorsam schuldet. Tamanium ist wieder fest in der Hand des Pentagramm und wird ihm nie mehr entrissen werden." ein Lächeln welches die Augen nicht zu erreichen scheint umspielt das Gesicht von Ayreon

"Was die Versorgungswege angeht... Kälte mein Lieber, kälte ist die Antwort."

RUHM UND EHRE DEM KONZIL
SIEG UND MACHT SEINEN STREITERN


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